Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sind die Top-Themen der BAU-Aussteller

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit und in diesem Kontext insbesondere die Themen Energie und Energieeffizienz werden die Baubranche nach Ansicht der BAU-Aussteller in den kommenden zwei Jahren bestimmen. Dies ergab eine anonyme, repräsentative Online-Befragung.

Befragt wurden die Aussteller nach ihren internationalen Absatzmärkten sowie nach den ihrer Ansicht nach maßgeblichen Trends für die Baubranche. Dabei maßen 76% der Befragten den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit eine „sehr große“, 21% eine „große“ Bedeutung zu. Insbesondere die 76% ragen gegenüber den anderen genannten Themen heraus. Befragt nach dem Thema Klima-Resilienz bzw. -Robustheit, sprachen immerhin noch 43% von einer „sehr großen“ und 45% von einer „großen“ Bedeutung. Damit scheint der Themenkreis Umwelt und Klima endgültig in den Fokus der BAU-Aussteller gerückt. „Ein deutliches Indiz, dass wir mit unserem neuen Leitthema ‚Herausforderung Klimawandel’ genau richtig liegen“, so BAU-Projektleiter Mirko Arend.

Knapp dahinter belegen die Themen Modernisierung und Renovierung mit insgesamt 96% (60% „sehr große“ und 36% „große Bedeutung“) Platz zwei im Ranking der Top-Trends. Übersetzt heißt das: Trotz Neubau-Boom machen fast alle BAU-Aussteller ihr Geschäft auch im Bestand oder sogar ausschließlich im Bestand. An dritter Stelle folgen mit insgesamt 91% der Nennungen die Themen Recycling und Life-Cycle. Auch diese Themen sind auf der BAU 2021 durch das neue Leitthema „Ressourcen und Recycling“ gesetzt.

Etwas überraschend findet sich das Thema Digitalisierung (84%) und hier insbesondere BIM erst auf Platz acht des Rankings. Die Themen Robotics und 3D-Druck landen am Ende und scheinen für die BAU-Aussteller eher noch Zukunftsmusik zu sein. Nur je 50% der Befragten erkannten in diesen Themen einen Trend für die kommenden zwei Jahre.

Bei den Absatzmärkten hat sich im Vergleich zur vorherigen Befragung (Ende 2017) eher wenig getan. Noch immer ist hier der deutschsprachige Raum von zentraler Bedeutung. Fast alle BAU-Aussteller (95%) setzen ihre Produkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab. 69% blicken auch ins übrige Europa. Hier wurde neben den Benelux-Staaten, Frankreich und Italien auch Großbritannien als einer der wichtigsten Liefermärkte genannt. Absatz­einbrüche infolge des Brexit fürchten die BAU-Aussteller also offenbar kaum.

Bei den Märkten in Übersee liegen Asien und Nordamerika gleichauf. Jeder dritte BAU-Aussteller exportiert dorthin oder plant, das zu tun. Hier gab es gegenüber der Befragung im Jahr 2017 keine Veränderung.

Ziel der Umfrage ist es, die Themen und die Zielmärkte der Aussteller möglichst auf der BAU zu spiegeln und die PR- und Marketingaktivitäten im Vorfeld entsprechend auszurichten.

Information

Die Online-Befragung wurde vom 28. November 2019 bis 03. Januar 2020 vom IfaD Institut für angewandte Datenanalyse sowie von der Gelszus Messe-Marktforschung durchgeführt. 548 Aussteller beteiligten sich, das entspricht einer Rücklaufquote von 33%. Mehrfachnennungen waren möglich.


Veröffentlicht am 20. April 2020