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Rückblick BAU ONLINE: Bereit für den Wandel - Die Baubranche nach Corona

Die Corona Pandemie bedeutete für fast alle Branchen einen tiefen Einschnitt. Wie geht es danach weiter und welche Folgen hat die Pandemie? Unsere Autorin Melanie Schlegel fasst die Auftakt-Diskussion zur BAU ONLINE zusammen.

Den Auftakt des Forums „Zukunft des Bauens“ machte der Plot „Die Baubranche nach Corona“. Unter der Moderation des Bauwelt-Chefredakteurs Boris Schade-Bünsow berichteten die geladenen Branchen-Experten über ihre jüngsten Erfahrungen aus der Krise und ließen ihr Publikum an ihren Einschätzungen für die Zeit danach teilhaben.

So betonte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie in seinem Vortrag die Relevanz der Digitalisierung besonders im Hinblick auf das Innovationspotenzial von Start-ups. Um weiterhin gut durch die Krise zu kommen und die Leistungsfähigkeit der Baubranche zu erhalten, sei es nötig, Start-ups zu fördern, denn diese, so Babiel, seien der Motor für Wachstum und Wettbewerb.

Aus Sicht des Generalplaners äußerten sich zehn Geschäftsführende der agn Niederberghaus & Partner GmbH. Besonders die Qualität der Abstimmungsprozesse in der Planung habe sich durch den digitalen Austausch erhöht, da sich mehr aufs Wesentliche konzentriert werde. Die Planer gehen inhaltlich von weiteren Änderungen aus – vor allem im Bildungs-, Gesundheits- oder Bürobau. In der Büroplanung rechnen sie beispielsweise mit weniger Flächenbedarf für individuelle Arbeitsplätze, stattdessen aber mit mehr Raumbedarf für kleinere Film- und Tonstudios. Bei allen Gebäudetypen verstärkte die Pandemie die Nachfrage nach guter Gebäudetechnik mit geregelter Raumlüftung.

Speziell über Veränderungen im Krankenhausbau referierte Magnus Nickl. Der Architekt und Vorstand von Nickl und Partner, einem der weltweit größten Krankenhausplaner, schilderte, wie und warum Gesundheitsbauten völlig neu gedacht werden müssen. Nickl vertiefte hierzu Visionen zur Zukunft des Krankenhausbaus mit breiteren Korridoren, Wege-Trennungen, Einzelzimmern und direktem Zugang zur Natur u.v.m. Im Hinblick auf Krisen müsse Architektur schnelle, flexible und effiziente Lösungen sicherstellen. Als Best- practice-Beispiel stellte er die eigens konzipierten „Pocket Hospitals“ vor. Es handelt sich dabei um modulare Häuser, die dank Vorfabrikation und Leichtbauweise schnell erstellt und angepasst werden können.

Know-how ist also geballt vorhanden, um gut durch die Krise zu kommen! Mit den nötigen Investitionen, von denen Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, in seinen Grußworten sprach, dürfte die Baubranche einer Zeit nach Corona zuversichtlich entgegenblicken.

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